Ein Konservatorium-Studium und anschließend eine Uhrenmarke gründen? Es klingt wie eine merkwürdige Berufswahl. Und trotzdem hat Yvo Staudt (Hengelo, 1991), klassisch ausgebildeter Akkordeonspieler und Gründer der niederländischen Uhrenmarke Staudt, diesen Schritt gewagt. Seiner Meinung nach gibt es mehrere Ähnlichkeiten zwischen beide Berufe als man denkt. Das Konservatorium hat ganz bestimmt eine Rolle gespielt bei der Entwicklung von Staudt Watches. Beide Berufe erfordern eine fest verwurzelte Leidenschaft für Geisteswissenschaften und einen Drang um diese perfekt auszuführen.

 

Yvo visualisierte während seinem Konservatorium-Studium in Pescara, Italien, seine perfekte Armbanduhr. Zuerst ging es nur um Ideen, bescheidene Fantasien die den Basis der ersten Armbanduhr formen würden. Den technischen Teil eignete Yvo Staudt sich selbst an. Das häufig bespielen des Akkordeons gab ihm die überdurchschnittliche Motorik die man für die Montage der mechanischen Uhren braucht. 

Van passie naar professie

Im Februar 2014, kurz nach der Durchführung der allerersten Staudt-Uhr, besuchte Yvo Staudt eine Uhren=-Veranstaltung. Einmal dort angekommen geriet die Uhr schon schnell in den Händen von Uhrenkenner. Seine Kreation überraschte sie. Die Frage “wo können wir diese Uhr kaufen” war für den jungen Musiker eine völlige Überraschung. Ein wenig verblüfft verließ Yvo die Veranstaltung. Die Implementation der Uhr war bisher ein persönliches Projekt, eine Suche nach seiner perfekten Uhr. Die Frage der Kenner wandelte das persönliche Projekt in ein Abenteuer. Im Frühjahr von 2014 fing Yvo mit der Entwicklung seiner ersten Kollektion an. 

 

 

In Oktober 2014 entstand die allererste Staudt Praeludium. Eine Armbanduhr mit passendem Namen. Yvo’s Lieblingskomponist Johann Sebastian Bach schrieb nämlich unzählige Praeludiums. Ein Praeludium ist eine instrumentale Komposition ohne festgelegte Form wird als Vorbote für die Hauptkomposition. Seine allererste Staudt Praeludium war ein Erfolg, alle erhältlichen Uhren waren rasch ausverkauft. Diese positiven Entwicklungen sorgten dafür, dass Yvo weiter an seiner Vision über die ultimative Armbanduhr arbeiten konnte und somit konnte er in Oktober 2015 seine neue Praeludium-Kollektion vorstellen.